Michael Jaeger

„Musik ist eine transzendente Tätigkeit. Sie führt uns jenseits alltäglichen Verstehens und Seins.“

Michael Jaeger | 2016

Willkommen

auf der Homepage von Michael Jaeger, Saxophonist, Klarinettist und Improvisator aus Zürich.

Die Homepage befindet sich inhaltlich im Aufbau.

Aktuelle Konzerte

24. Jul 2021 | Sa

Rhythm Ship; Chris Jaeger, Mirko Solbach, Sammy Kouyate und M. Jaeger, danach Open Jam

Grotto Franci, Via Ai Grotti, 17 6675 Cevio, CH

21. Aug 2021 | Sa

Free Flow mit Chris Jaeger, Alagie Secka, M. Jaeger

Wuhrstrassenfest, Wuhrstrasse 11, 8003 Zürich

29. Okt 2021 | Fr

Luca Sisera ROOFER

Stockwerk, Graz, AT

Auf den Marsflug nehme ich diese Platte von Ornette Coleman mit. In jeder Lebenslage wirkt dieses Album wie das Wasabi beim Sushi.

Mit Musik zum Glück im Musiklabor Züri!

In Zürich Saxophon und Klarinette lernen beim Musiker und Pädagogen Michael Jaeger – Mit Musik zum Glück im Musiklabor Züri!

Du möchtest Saxophon oder Klarinette spielen lernen? Willst du in die faszinierende Tätigkeit des Musizierens einsteigen oder dein Spielen verbessern und weiter bringen? Dann melde Dich unverbindlich bei mir. MEHR

26.01.2021

Gerne erinnere ich mich an unser Konzert mit KOERPER in einem Gemeinschaftsgarten in Leipzig 2018. Ein Highlight meiner vier jährigen Zeit, in der ich in Leipzig lebte und arbeitete.

Mehr Videos gibt es hier

Kaum sechs jährig, kritzelte ich meine erste Komposition auf ein Blatt. Es war Winter und ich widmete sie meiner Mutter. Wem sonst?

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Mein einziger Freund

Mein einziger Freund spielt mit Gerry Hemingway in der Badeanstalt im Corona-Sommer 2020.

Saxophonist und Klarinettist Michael Jaeger und Tastenspieler Vincent Membrez aus Biel – beide bekannt aus dem Quartett Michael Jaeger KEROUAC – haben unter dem Namen „Mein einziger Freund“ bereits mit grossen Improvisatoren wie Hans Koch, Tobi Schramm, Urs Leimgruber, Bruno Amstad oder Martin Schütz gearbeitet. Im Max Frisch Bad trafen sie auf der Corona Stage von Maison Du Futur im 2020 mit dem amerikanischen Jazzschlagzeuger Gerry Hemingway zusammen. Die Musik aus dem Bad kannst Du hier exklusiv anhören. 
Mehr zu meinen Projekten findest Du hier.

Als Musiker sehen wir die Dinge etwas anders, als allgemein angenommen. Das mag weniger an der Persönlichkeit des Musikers oder der Musikerin sondern eher an der Musik und am Musizieren selber liegen.
Der Physiker und Essayist Hans-Peter Dürr, der dreimal im Direktorium des Max-Planck-Instituts für Physik tätig war, sieht die Dinge aufgrund seiner Forschung jedenfalls auch anders. Er macht das was man „Thinking outside the Box“ nennt und war dadurch trotz seines Rennommes ein Outsider. Seine Ausführungen in diesem Video sind pure Inspiration und vermögen schon mal ein Türchen zu öffnen…

Let’s talk about M…oney

Seit über zwei Jahrzehnten setze ich mich tagtäglich und mit Haut und Haaren für unsere Kultur ein: Ich spiele Konzerte, übe, komponiere, improvisiere, organisiere, schreibe über Musik, und lehre unzähligen Schüler*innen das Saxophon- und Klarinettenspiel. Nur, zu welchem Lohn?

Sind Kulturschaffende systemrelevant? Könntest Du ohne Kultur leben? – Oder anders gefragt: Wäre eine Gesellschaft ohne Kultur (Musik, Memes, Kunst, Gedichte, Performance, Partys, Theater, etc.) überhaupt denkbar? – Klar nicht. Denn unsere Gesellschaft ist Kultur.

Und umgekehrt gefragt: Können wir Künstler von der Kultur die wir erschaffen leben? – Künstler und Kulturschaffenden sind trotz unserer unbestritten enormen Wichtigkeit für die Wandelbarkeit einer Gesellschaft, leider nicht entsprechend entlöhnt! Warum ist Kunst immer noch brotlos? Warum können wir nicht oder kaum von unserer Kunst leben?

Erstens spielt hier wahrscheinlich eine althergebrachte Geringschätzung von Künstlern und generell von Andersartigen, Andersdenkenden hinein. Da hilft Aufklärung. Und Lobbyarbeit im Kampf für angemessene Entschädigung!

Jedoch gibt es wie ich denke noch einen andern, tieferen Grund. Er findet sich im Konflikt zwischen Kunst und Kapitalismus. Kurz: Unsere kreative Arbeit wird nicht von der kapitalistischen Verwertungslogik erfasst! Ja kann wohl auch nie davon erfasst werden. Denn der Wert, der ein Song oder ein Theaterabend für Dich, und nur für Dich, hat, lässt sich nie und nimmer monetär beziffern. Kunst und Kreativität lassen sich nicht in Geld umwandeln wie Wahren oder Dienstleistungen. Was ein Kilo Kaffee kostet ist bekannt. Aber was verdient man als Musiker?

Gemäss einer 2017 publizierten Studie von Marc Perrenoud und Pierre Bataille zu den Musikerlöhnen in der Schweiz liegt ihr durchschnittliches monatliches Salär zwischen 3000 und 4000 Franken pro Monat, also bei der Hälfte des Medianlohns der arbeitenden Bevölkerung (Siehe Revue Suisse de Sociologie, Mai 2017). Zum Vergleich: Der Mindestlohn bei Aldi liegt bei 4400 CHF. Und eine Dentalhygienikerin bringt schon mal 10000 CHF nach Hause. „Die grosse Mehrheit der Musikerinnen und Musiker in der Schweiz wie fast überall auf der Welt hat ein halb so hohes Einkommen wie andere Berufe mit vergleichbarer Ausbildungsdauer.“ bringt es Pia Schwab in der Schweizer Musikerzeitung im März 2021 auf den Punkt.

Wenn die Unterbezahlung der Kulturschaffenden also systematisch und symptomatisch ist wie oben von mir skizziert, was können wir dagegen tun? – Ob Künstler oder Publikum, wir alle können und sollen uns der kapitalistischen Logik – Musik gleich Schweizerfranken – bewusst entgegenstellen. Um zumindest ab und zu nicht nach ihr zu handeln! Eine Möglichkeit bietet hier das neue Mäzenatentum. Wenn Dir meine Musik gefällt und Du selber nicht am Hungertuch nagen musst, dann unterstütze mich und werde mein Mäzen, meine Mäzenin. Kontaktiere mich und richte einen Dauerauftrag mit einer kleinen monatlichen Zahlung an mich ein. – Ich werde mit Deinem „Bedingungslosen Einkommen“ unermüdlich weitermachen: Mit Üben, Konzerte spielen, Kulturelles organisieren, über Musik schreiben und Menschen für die Musik und Kunst inspirieren.

Was ist Deine Meinung? Schreibe mir!

Das Bild oben zeigt die Band Luca Sisera ROOFER bei Ihrer Ankunft in Moskau 2017.

Dank der LP „Black Star“ habe ich das Gefühl, David Bowie sei wirklich ein Freund von mir gewesen! Dieses Album ist ein Gesamtkunstwerk. Es ist an der Grenze zwischen Leben und Tod entstanden und als solches jenseits von Gut und Böse. Verdammt vielschichtig wie das Leben.

„A Pyramide Made of Music“

Wenn drei Musiker sich auf der Bühne zum ersten mal treffen.

Mit dem Trio Jaeger-Gisler-Rainey spielten wir am Unerhört Festival Zürich in einer Erstbegegnung ein Set Improvisierte Musik. Wobei ich noch hinzufügen muss, dass ich mit Fabian Gisler als Teenager meine erste Jazzband gründete… Aus unserm Festival-Konzert ist jedenfalls ein Vinyl geworden, das sich nicht nur hören sondern auch sehen lässt.
Höre Dir hier „A Pyramide Made of Music“ an und bestelle Sie bei Bedarf als LP, CD oder als Download.