Bio

„Michael Jaeger knüpft bei Coltrane an, wo der am abgeklärtesten, am serensten war. Er ist ein großer Melodiker. “

Die Weltwoche | Peter Rüedi | 2016

Der Musiker Michael Jaeger – ein paar Einblicke

Der lyrische Saxophonist Michael Jaeger gilt als eine prägende Stimme des Schweizer Jazz. Er ist als Bandleader und Sideman in Europa aktiv und hat mit Musikern wie Greg Osby, Norbert Pfammatter oder Tom Rainey gearbeitet, getourt und Musik veröffentlicht. Konzertreisen führten ihn wiederholt nach China, Ägypten, Russland und in die USA. Sein Quartett Michael Jaeger KEROUAC erschien mit seiner Musik in drei Alben bei Intakt Records und verschaffte sich damit international Gehör.

Am Institut Jazz der Hochschule Luzern schließt 2004 er die Studien Performance Jazz und Pädagogik (entspricht Master of Arts in Musik, Master of Arts in Musikpädagogik) mit Auszeichnung ab. Er studierte bei Kurt Rosenwinkel, Marc Turner, Nat Su, Donat Fisch, Lauren Newton. Diplomarbeiten in Zusammenarbeit mit Kurt Rosenwinkel und Lauren Newton über die „Vermittlung der Improvisation“ und den „Atem des Musikers“.

2006 gründete er sein eigenes Quartett Michael Jaeger KEROUAC mit den drei herausragenden Musikern Norbert Pfammatter (dr), Vincent Membrez (p) und Luca Sisera (b). Im Zentrum ihrer Jazzmusik stand die Kreativität der Musiker. Die Musik war gleichermassen inspirieret von der Avantgarde des afro-amerikanischen Jazz wie von der Avantgarde der europäischen Improvisationsmusik. In zehn Jahren spielte „Michael Jaeger KEROUAC“ neun internationalen Tourneen durch Europa und Asien. Und veröffentlichte ihre Musik zwischen Blues und Atonalität auf drei gefeierten Alben.

Des weiteren spielt Michael Jaeger auf verschiedenen CD Einspielungen unter anderem mit Tom Rainey (dr), Greg Osby (as), Urs Leimgruber (ss, ts), Fabian Gisler (b), Yves Theiler (p), Michi Stulz (dr), Maurus Twerenbold (tb), Philippe Schaufelberger (git), Jürg Wikihalder (as). Seit Kindesalter formt er mit seinem Bruder und Schlagzeuger Chris Jaeger das Duo Karamasow.

Er unterrichtet zurzeit in seinem eigenen Musiklabor Züri und an der Musikschule Zürcher Oberland Einzelunterricht, Big Band und Ensembles. Am Institut Jazz der Hochschule Luzern war er als Gastdozent (2012, 2017) tätig. Sein Schwerpunkt als Pädagoge ist die Improvisation zwischen Form und Freiheit sowie die Körperarbeit am Instrument.

Als Forschender geht er der Frage nach, was genau das Musizieren ist und wie genau der Performende dies tut. Seit 2004 verschiedene Studienaufenthalte in New York, Wien, Graz und Berlin. Weiterbildungen in Gesang, Chi Gong und Taiji. Zwischen 2004 und 2009 zwölfmonatiger Zivildiensteinsatz als Sozialarbeiter in einem Kinderheim und als Bauerngehilfe in Guggisberg.

Oben im Bild mit dem Bassisten Fabian Gisler am Unerhört Festival Zürich.

Zusammenarbeit und Konzerttätigkeit

Michael Jaeger arbeitet mit Künstlern aus den Bereichen Jazz & Improvisation, Tanz, Theater und Elektronik.

mit Greg Osby (as), Urs Leimgruber (ss, ts), Gerry Hemingway (dr), Tom Rainey (dr), Hans Koch (basscl), Axel Dörner (tp), Alexey Kruglow (as), Martin Schütz (cello), Nat Su (as), Jürg Wickihalder (ss), Norbert Pfammatter (dr), Vincent Membrez (p), Luca Sisera (b), Philipp Schaufelberger (git), Christian Weber (b), Miro Caltagirone (voc), Dave Gisler (git), Fabian Gisler (b), Yves Theiler (p), Marco Todisco (voc), Florian Kästner (p), Noah Punkt (b), Tapiva Svosve (as), Michi Stulz (dr), Flo Stoffner (b), Lukas König (dr), Georg Vogel (p), Herbert Pirker (dr), Birgit Hauser (voc), Alfred Zimmerlin (cello), Jürg Grau (tp), Isa Wiss (voc), Jeanine Hirzel (voc), Bruno Amstadt (voc), Bernhard Bamert (pos), Franz Loriot (viol), Markus Eichenberger (cl), Valentin Kessler (acc.), Chris Wiesendanger (p), Dario Sisera (perc), Andi Schnoz (git), Valentin Bächi (keys), Lionel Friedli (dr), Flo Stoffner (git), Flo Götte (b), Chris Jaeger (dr), Matthias Linke (g), Sheldon Suter (dr), Patricia Draeger (acc), Georges Kazazian (oud), Silvio Cadotsch (tb), Mats Spielmann (tp), Peter C. Zumthor (dr), Nina Salis (voc), Manuel Perovic (comp), Tobi Schramm (dr), Yvonne Meier (tanz, choreografie) Theatergruppe 400asa um Samuel Schwarz und Meret Hottinger, Janos Stefan Buchwardt (Schriftsteller), Hugo Ramnek (Schriftsteller), Styro 2000 (Dj), Cosili (elec), Simon Vincent (elec), Wandler (elec), DJ Louis Prima (Berlin), San Keller (Performancekünstler) und vielen weiteren.

„Der Zürcher Saxophonist und Klarinettist Michael Jaeger hat sich in den letzten Jahren zu einer festen Grösse in der hiesigen Jazzszene entwickelt.“

Manfred Papst | Neue Zürcher Zeitung | 2013

Presse

Einige Ausschnitte internationaler Pressestimmen zum Schaffen von Michael Jaeger

„Wenn Michael Jaeger seine Band zwischen klangmalerischen Momenten und vielsprachigem Interplay steuert, scheint er Momente seines eigenen musikalischen Geheimnisses für sich zu behalten. Diese lyrische Reserve jedoch stärkt sein musikalisches Profil.“
Neue Zürcher Zeitung, Ueli Bernays, CH, 2013

„Between his excellent clarinet and tenor sax work, Jaeger is an emerging musician bearing a close watch over the next decade.“
Cadence Magazine, Michael G. Nastos, USA, 2014

„Es überrascht die Gestaltungskraft, die die drei Musiker an den Tag legen. In freiem Spiel findet das Trio zu elegischen Sphärenklängen wie zu eruptiven rauen Tönen.“
Jazz Podium, Rainer Kobe zu Jaeger-Gisler-Rainey, D, 2016

„Jaeger is a musical voyager and covers a broad sound-design spectrum in which diversity is a key component.“
All About Jazz, Glenn Astarrita, USA, 2013

„Michael Jaeger, Kerouac’s leader, reed player and principal writer, is a remarkable musician whose work sounds based in equal parts on three of the best modern jazz composers, John Coltrane, Thelonious Monk, and Charles Mingus.“
Fanfare Magazine, Lynn René Bayley, USA, 2013

„Michael Jaeger Kerouac porte un attrait manifeste au free, mais un free typique des années 60, apprêté d’ornements spiritual. Divin!“
Djam, Florent Servia, F, 2013

„Die zweite CD von Michael Jaeger Kerouac ist von einer ganz ausserordentlichen Reife. Der amerikanische „Star“ Greg Osby fügt sich darin ein, so dass man ihn nur durch ganz genaues Hinhören identifizieren kann.“
Jazz Podium, Hans-Jürgen von Osterhausen, D, 2010

„Michael Jaeger Kerouac liefert in kollektiven Improvisationen intensiv formulierte Ereignisse, die irgendwo zwischen Mulligan und Steve Coleman changieren.“
Jazz Thing, D, 2007

Radio

Einige Radiosendungen zum Schaffen von Michael Jaeger. Alle unten besprochenen Platten findest Du auch hier zum reinhören und bestellen.

Zur Performance „With Or Without You“ | 2016

„With Or Without You“ mit Performance Künstler San Keller und den Musikern Fabian Gisler und Michael Jaeger. Nina Salis spricht mit San Keller vor dem Konzert.
Radio SRF | Dauer 4 min | Mit Anina Salis

Zur Platte „A Pyramide Made of Music“ | 2016

Hintergrundinformationen zum neuen Album „A Pyramide Made of Music“ des Trios Jaeger-Gisler-Rainey | Jazz Aktuell auf Radio SRF | Dauer 16 min | Mit Roman Hosek

Zur Platte „Dance Around in Your Bones“ | 2013

Hintergrundinformationen zum neuen Album „Dance Around in Your Bones“ der Formation Michael Jaeger KEROUAC | Jazz Aktuell auf Radio SRF | Dauer 17 min | Mit Roman Hosek

Das Label INTAKT in New York | 2012

Das Zürcher Label INTAKT und seine Musiker sind im New Yorker Jazzclub „The Stone“ zu Gast und treffen dort auf die Jazzszene des Big Apple. Michael Jaeger berichtet aus New York | Jazz Aktuell auf Radio SRF | Dauer 22 min | Mit Beat Blaser

Zur Platte „Outdoors“ | 2010

Michael Jaeger im Interview bei Jazz Aktuell auf Radio SRF | Album „Outdoors“ der Formation Michael Jaeger KEROUAC | Jazz Aktuell auf Radio SRF | Dauer 17 min | Mit Peter Bürli

Zur Platte „Erfindungen“ | 2006

Michael Jaeger im Interview bei Jazz Aktuell auf Radio SRF | Album „Erfindungen“ der Formation Michael Jaeger KEROUAC | Dauer 20 min | Mit Peter Bürli

Auszeichnungen und Stipendien

2013 bis 2017 Langzeitstipendium der Stiftung Arvore
2010 Artist in Residence im Moods, Zürich
2007 Michael Jaeger KEROUAC ist Preisträger am ZKB Jazzpreis Zürich
2004 Auszeichnung beim Abschluss der Studien an der Hochschule Luzern
2003 Michael Jaeger KEROUAC ist Preisträger am Let’s Jazz Together Schweiz

„Zusammen mit deinen Musikern hast du auf sehr einfühlsame Art uns in unseren Empfindungen ansprechen können und darüber hinaus zum Nachdenken und zum Dialog angeregt. Wenn dies gelingt, dann meine ich, dass dies zum Schönsten und Besten auf dieser Welt gehört.“

M. B. Konzertbesucherin, 2017